Wieso heißt der Wein UHUDLER?

Der Begriff Uhudler geht auf zahlreiche mündliche Überlieferungen zurück. Eine verbreitete Legende erzählt, dass Weinbauern nach dem übermäßigen Genuss des Uhudlers in ihren Kellern von ihren Frauen mit den Worten „Du siehst aus wie ein Uhu“ begrüßt wurden.

Eine weitere Geschichte besagt, dass der Name von einem Tongefäss, dem „Udler“ (eine Art Plutzer mit zwei Löchern) stammt. Das eine war zum trinken da, das andere Loch um Luft nachströmen zu lassen.

Die Direktträger werden in Österreich auch als „Heckenklescher“ oder „Rabiatperle“ bezeichnet.

Allgemeines

Uhudler – Eine regionale Weinspezialität aus dem Südburgenland

Im Aussehen ähnelt er – je nach Zusammensetzung der Sorten – einem hellen Rotwein oder dem Rosé. Wegen seines Farbtones kann der Uhudler mit dem steirischen Schilcher verwechselt werden. Dieser wird allerdings aus der Edelweinsorte Blauer Wildbacher gekeltert, während der Uhudler genetisch ein „Amerikaner“ ist.

Ripatella

Das Bukett des Uhudlers ist äußerst intensiv und erinnert an Walderdbeeren oder schwarze Ribiseln (Johannisbeeren), der charakteristische Geschmack wird als „Fox-Ton“ bezeichnet. Oftmals präsentieren sich die Uhudlerweine sehr säurebetont.

Der Wein wird aus den Trauben von Hybridsorten (Kreuzungen unterschiedlicher Spezien, z.B. amerikanischer mit europäischen Reben) hergestellt, die sogenannte Direktträger sind, also wurzelecht wachsen. Diese besitzen eine gute Resistenz gegen die Wurzelreblaus und bestimmte Pilzkrankheiten. Lange Zeit hielt sich die Legende, dass der Wein von Direktträgern einen hohen Anteil an Fuselölen und Methanol enthalte und daher gesundheitsschädlich sei.