Der Uhudler und die EU

Nach dem EU Beitritt im Jahre 1995 musste sich Österreich dem Rechtregime der EU unterwerfen – dieses Recht sieht (bereits seit der Verordnung Nr 337/79 des Rates vom 5.2. 1979) eine gesetzliche Regelung hinsichtlich der Klassifizierung von Rebsorten vor. Die Auspflanzung von Direktträgerreben ist demnach nicht bzw. nur sehr eingeschränkt zugelassen, da diese Rebsorten als nicht zugelassenen Rebsorten gelten, zudem wurde auch eine Rodungsverpflichtung auferlegt.

Aufgrund eines in den Beitrittsverhandlungen erwirkten Vorbehalts, wird die Rodungspflicht für Direkttrrägersorten erst zum 31.12. 2030 wirksam. Die Neu- oder Wiederbepflanzung mit Direktträgerreben ist jedoch bereits seit dem EU Beitritt Österreichs untersagt. Demzufolge dürfen nicht als zugelassen klassifizierte Rebsorten, auch in Österreich nicht neu- oder wiederbepflanzt werden.

Der Uhudler und die EU

Nach dem EU Beitritt im Jahre 1995 musste sich Österreich dem Rechtregime der EU unterwerfen – dieses Recht sieht (bereits seit der Verordnung Nr 337/79 des Rates vom 5.2. 1979) eine gesetzliche Regelung hinsichtlich der Klassifizierung von Rebsorten vor. Die Auspflanzung von Direktträgerreben ist demnach nicht bzw. nur sehr eingeschränkt zugelassen, da diese Rebsorten als nicht zugelassenen Rebsorten gelten, zudem wurde auch eine Rodungsverpflichtung auferlegt.

Aufgrund eines in den Beitrittsverhandlungen erwirkten Vorbehalts, wird die Rodungspflicht für Direkttrrägersorten erst zum 31.12. 2030 wirksam. Die Neu- oder Wiederbepflanzung mit Direktträgerreben ist jedoch bereits seit dem EU Beitritt Österreichs untersagt. Demzufolge dürfen nicht als zugelassen klassifizierte Rebsorten, auch in Österreich nicht neu- oder wiederbepflanzt werden.

Rechtliches

1929
Kennzeichnungspflicht

Mit der lt. Weingesetznovelle vom 18.07.1929 wurde in Österreich erstmals ein Kennzeichnungspflicht für Most, Schaumwein und Wein eingeführt – Insbesonders musste nunmehr aus Direktträgertrauben hergestellter Wein „Hybridwein“ oder „Direktträgerwein“ bezeichnet werden. (BGBl 254/1929).

1936
Auspflanzverbot

Durch das Bundesgesetz vom 5.6.1936 (BGBl 73/1936) wurden die Neuanlage von Weingärten und das Auspflanzen von Direktträgerreben in Österreich erstmals verboten.

1937
Verschnittverbot

Mit Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft aus dem Jahr 1937 wurde die Inverkehrbringung von Verschnitten von Edelreben gewonnenem Wein, Traubenmost und Maische mit Erzeugnissen, die aus Direktträgereben hergestellt sind, verboten. (BGBl 329/1937).

1946
Frist für Rodung bis auf 25 % der Flächen
1961
Verkehrsverbot und Beschränkung auf Haustrunk

Mit dem Bundesgesetz vom 24.7.1961 (BGBL 187/1961) wurde über Produkte, die von Direktträgerreben gewonnen sind, ein generelles Verkehrsverbot verhängt. Von diesem Verbot ausgenommen war lediglich der Haustrunk. im Zuge der Weingesetznovelle vom 20.8.1971 wurde eine mengenmäßige Obergrenze für den Haustrunk eingeführt (BGBl 334/1971).

1985
Totalverbot der Inverkehrbringung

Durch das Weingesetz vom 31.8.1985 (BGBl 444/1985) wurde schließlich ein Totalverbot über die Inverkehrbringung von aus Direktträgern produzierten Weinen verhängt.

1991
Aufhebung des Verbotes

Mit der Weingesetz-Novelle 1991 wurde das Totalverbot aufgehoben. Von 1992 bis zum Beitritt Österreichs zur EU im Jahr 1995 waren die Direktträger erstmals wieder zur Auspflanzung zugelassen – ebenso konnten aus Direktträgern hergestellte Produkte wieder in Verkehr gebracht werden.